Silikone in der Kosmetik sind derzeit ein Thema, dass kontrovers diskutiert wird. Jedoch zu unrecht.
Silikone erzeugen bei der topischen Anwendung ein sehr gutes Hautgefühl und die Hautoberfläche wirkt sofort geglättet und zart. Nicht nur aus diesem Grund werden Silikone in der modernen Kosmetiktechnologie häufig eingesetzt.
In der Kritik werden die Silikone oft mit Erdölprodukten (Paraffinen, PEGs), die im Verdacht stehen Hautreaktionen auszulösen, gleichgesetzt. Dieser Vergleich ist schlichtweg falsch, da es sich um komplett unterschiedliche Substanzen handelt.
Aufgrund ihres chemischen Aufbaus sind die Silikone komplett unreaktiv. Deswegen werden sie auch gerne für medizinische Implantate und dergleichen eingesetzt. Hautreaktionen sind unwahrscheinlich. Silikone bleiben bei der Anwendung auf der Hautoberfläche liegen und greifen nicht in die natürlichen Regenerationsprozesse der Haut ein.
Experten stufen Silikone im Gegensatz zu den Paraffinen für den Einsatz in Kosmetika als sehr verträglich ein. Gerade für Menschen mit empfindlicher Haut, Akne, Rosacea oder Couperose sind Silikonprodukte gegenüber lipidhaltigen Produkten (Produkte mit viel natürlichen Ölen) zu bevorzugen. In der Narbenheilkunde können durch den Einsatz von Silikonen sehr gute Erfolge erzielt werden. (Siehe Martina Kerscher, Dermatokosmetik)
Allein für Menschen mit sehr trockener Haut ist der Einsatz von silikonhaltigen Cremes nicht uneingeschränkt zu empfehlen, da die Filmbildung auch einen Einfluss auf den Feuchtigkeitshaushalt der Haut hat, welcher bei Menschen mit trockener Haut gestört ist.
Als Fazit lässt sich folgendes sagen: Wenn Sie ein Kosmetikprodukt anwenden oder anwenden möchten welches Silikone enthält und Ihre Haut sich gut dabei fühlt, dann können Sie dies aus medizinischer Sicht bedenkenlos weiterhin tun.

